

Der medizinische Fortschritt ermöglicht vielen HIV-Positiven länger, besser und selbstbestimmter mit der Infektion zu leben. Selbstverständlich wurden auch die Angebote der Aidshilfe Köln aufgrund dieser Veränderungen im Krankheitsverlauf angepasst. Das erste Wohnprojekt der Aidshilfe Köln wurde ursprünglich als Hospiz für Menschen mit HIV und Aids erbaut, änderte sich aber im Laufe der Jahre kontinuierlich. Heute werden die Mieter der Wohnprojekte im Rahmen des ambulant betreuten Wohnen begleitet und unterstützt.
Menschen, die aufgrund der Folgen von HIV und Aids nicht mehr alleine leben wollen oder können, finden im Jean-Claude-Letist-Haus in Köln-Weidenpesch in neun Einzelappartements ein neues Zuhause. Die Bewohnerinnen und Bewohner des Jean-Claude-Letist-Haus können dort auch die vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote der Aidshilfe Köln nutzen.
Realisiert wurde das Jean-Claude-Letist-Haus durch Deutsche Aids-Stiftung.
In letzter Zeit wurde an die Aidshilfe Köln der Bedarf für ein barrierefreies Wohnprojekt für ältere schwule Männer, die HIV-positiv sind herangetragen. Dieses neue Wohnprojekt befindet sich aktuell in Planung und soll im Lebenshaus in Köln-Longerich realisiert werden. Ebenso wie im Jean-Claude-Letist-Haus werden hier separate und behindertengerechte Einzelappartements entstehen. Beim Umbau des Lebenshaus müssen neben den Auflagen des Denkmalschutzes auch ökologische Aspekte Berücksichtigung finden.
Das Wohnprojekt wendet sich an Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen mit HIV oder Aids. Neben einer gesundheitlichen und psycho-sozialen Stabilisierung der Mieter/innen ist das Ziel des zeitlich begrenzten Mietverhältnisses, nach Ablauf der Mietdauer in eine eigene Wohnung zu ziehen. Die Unterstützung dabei erfolgt durch einen Sozialarbeiter.

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Jean-Claude-Letist-Haus
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